Rundbrief #9

Am 20. Juli dieses Jahres präsentierte der US-amerikanische Außenminister sein 100 Seiten langes, als »Report« fehletikettiertes Märchenbuch »Cuba – The Capital of 21st Century Communism«. Mark Pocan, beileibe kein Genosse, sondern Kongressabgeordneter für die Demokratische Partei, der jüngst Kuba besuchte, nannte das Pamphlet »das Dümmste«, was er je gelesen habe. Das US-amerikanische Nachrichtenportal »Belly of the Beast« – eine seltene, kubasolidarische Stimme im Herzen der Bestie – gab in ihrem Newsletter an, was Rubio und Co. als »Leitfaden« für ihren antikommunistischen Mumpitz herhielt: Die McCarthy-Ära und die damit verbundene paranoide Hatz gegen Kommunistinnen und Gewerkschafter in den USA zu Beginn des ersten Kalten Krieges. Für die UZ schrieb Volker Hermsdorf unter dem Titel »Wehrhafte Revolution«: »Während im Pentagon Pläne über Militärschläge geprüft werden und EU-Regierungen dazu schweigen oder sie gar unterstützen, wächst auch die internationale Solidarität mit Kubas Volk.« Zu dieser Solidarität trägt auch die DKP ihr Scherflein bei: Am 25. Juli – einen Tag vorgezogen – feierten wir in Leipzig auch dieses Jahr die »Fiesta Moncada«. Zahlreiche Runden zu Kuba und zur internationalen Solidarität erwarten euch auch auf den UZ-Friedenstagen vom 28. bis 30. August in Berlin. Ihr wollt hinfahren, aber nicht alleine? Dann schreibt uns gern eine Mail! Ihr wollt für Kuba und die Genossinnen und Genossen vom Partido Comunista de Cuba (PCC) spenden? Die DKP sammelt auch über das veranschlagte Spendenziel hinaus: Unter diesem Link bekommt ihr alle nötigen Informationen! 

Aktionen 

👉»Wo bleiben die Milliarden?« Das fragen sich aktuell viele hierzulande. Denn das »Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität« hieße besser und ehrlicher »Kriegskredite«. Gegen den Investitionsstau im öffentlichen Leben, in den Schulen und Krankenhäusern wird damit nichts getan. Stattdessen wird in die »Kriegstauglichkeit« investiert. Das wollen wir mit kleinen Aktionen überall in Leipzig skandalisieren. Du willst mitmachen? Nimm gern Kontakt mit uns auf! 

👉Vom 28. bis 30. August finden im ND-Haus, am Franz-Mehring-Platz in Berlin, erneut die UZ-Friedenstage statt. Zum Programm gehören Manifestationen für Kuba und gegen den Krieg, Podiumsdiskussionen zum Generalangriff auf unsere demokratischen und sozialen Rechte, Runden zum reaktionär-militaristischen Staatsumbau, Konzerte, Lesungen, und und und. Wir fahren hin – du auch? 

Hören & Sehen 

👉Unter dem Titel »›Der Elefant im Raum‹ – Die Verbreiterung der Friedensbewegung und die Funktion der AfD dabei« sprach DKP-Vorsitzender Patrik Köbele mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und »1.000 und 1 Nacht (Zoom!)«-Dichter Diether Dehm, Buchautor und Kriegsberichterstatter Patrik Baab sowie Anette Sorg (»Nachdenkseiten«).

Lesen 

👉Unter dem Titel »Widerstand ist Liebe« haben Johanna Rothe und Jara Nasser Geschichten aus der Palästina-Bewegung zusammengetragen und jüngst als Buch herausgebracht. Am Freitag abend, 28. August, wird der Sammelband im Literaturzelt auf den UZ-Friedenstagen vorgestellt werden. 

Fiesta Moncada 2026

Kommt auch dieses Jahr zur Fiesta Moncada! In Anbetracht der mörderischen Blockade des US-Imperialismus und offener Kriegsdrohungen aus Washington,  ist internationale Solidarität für das sozialistische Kuba nötiger denn je! 

Was euch erwartet: 

👉Podium über die Lage vor Ort, Kuba-Brigaden und praktische Solidaritätsarbeit mit SDAJ, Cuba Sí, FG BRD-Kuba und DKP

👉Grußwort der Gewerkschafter:innen für Kuba

👉Live-Musik 

👉Spiele für Groß und Klein

👉Cocktails, Leckeres vom Grill, antiquarische Bücher – alle Spenden gehen nach Kuba!

📅 Datum: 25.07.2026

🕚 Beginn: 16:00 Uhr

📍 Ort: Liebknecht-Haus (Garten), Braustraße 15, 04107 Leipzig

Rundbrief #8

Rundbrief #8

Für die »junge Welt« kommentierte Nico Popp den Potsdamer Parteitag der Partei »Die Linke«: »Die ›neue‹, größere und verjüngte Linkspartei ist auf eigentümliche Weise die alte. Dass ein Mitglied des alten und neuen Parteivorstandes die Vorstellung des Nahost-Kompromissantrages am Freitag nutzte, um mit grotesken Denunziationen den eigenen Hass auf die KPD und die DDR ins Schaufenster zu stellen, ist nicht nur eine persönliche Visitenkarte.« Auch wenn den es ehrlich meinenden linken, antiimperialistischen und antimilitaristischen Kräften innerhalb der sozialdemokratischen PdL zu wünschen ist, dass sie sich gegen jene durchsetzt, die nur noch auf Regierungsposten geiern – der Parteitag zeigt neuerlich, wie einfach es ist, Klassenkampfparolen abzuspulen, während man sich munter in den bürgerlichen Politbetrieb integriert. Bestes Beispiel, wie »Linke« in vorauseilendem Gehorsam das Geschäft der hiesigen Kriegstreiber und Revisionisten erledigen, zeigt Berlin: Dort brachte die Fraktion der Grünen Ende Mai den Antrag »Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen« im Landesparlament ein. Die Linksfraktion signalisierte laut »Welt am Sonntag« ihre Unterstützung für den Antrag, und wollte das erst anderthalb Wochen später, im Interview mit der »jW«, als Missverständnis und Fehler der Springerpresse korrigiert wissen. Arnold Schölzel schrieb dazu in der UZ: »Alles nicht wahr«. Wahr jedenfalls ist, dass die Denkmäler, die an unsere Befreierinnen und Befreier erinnern, verteidigt werden müssen, statt von bürgerlichen Ideologen »eingeordnet«. Denn Letzteres ist Teil der Mobilmachung an der Heimatfront in Zeiten des reaktionär-militaristischen Staatsumbaus in Deutschland. 

Aktionen 

👉Am Sonnabend, 27. Juni 2026, veranstaltet die Marx-Engels-Stiftung gemeinsam mit der Leipziger Regionalgruppe des RotFuchs die Konferenz »Parlamentarische Demokratie & Friedensfrage«. Ort wird die Villa Davignon (Friedrich-Ebert-Str. 77, 04109 Leipzig) sein. Beginn ist 10.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 2 €. Informationen zu Ablauf, Inhalten und Vortragenden findet ihr hier.

👉Kuba war für die Welt da: Es unterstützte antikoloniale Befreiungskämpfe in Afrika, schickte Lehrerinnen und medizinisches Personal dorthin, wo sich der Westen einen Dreck über die Verdammten dieser Erde schert; selbst nach Italien wurden inmitten der Corona-Pandemie Ärzte entsendet, um das kaputte Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu wahren. Nun braucht Kuba unsere Solidarität: Die Blockade des US-Imperialismus erdrosselt das kleine sozialistische Land. Wir vergessen Kuba nicht! Aus diesem Grund veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder eine Fiesta Moncada am Wochenende vom 25. und 26. Juli. Die genaue Zeit, den Ort und das Programm erfahrt ihr von uns rechtzeitig. ¡Viva Cuba socialista!  

Hören & Sehen 

👉Keineswegs die Zeitschrift, die wir rundheraus empfehlen. Aber auch im Autorenstamm der »Konkret« gibt es kluge Leute mit stabiler Haltung. Einer davon: Ingar Solty. Im Podcast des Magazins spricht er darüber, dass die Kriegsindustrie kein Mittel gegen die kapitalistische Wirtschaftskrise ist: »Rüstungsindustrie als falsche Krisenreaktion«

Lesen 

👉Die Eulenspiegel-Verlagsgruppe hat Walter Ulbrichts Festansprache zum 20. Jahrestag der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands am 21. April 1966 als Buch verlegt: »Der Weg zum künftigen Vaterland der Deutschen«. Wer sich vor dem Buchkauf über Inhalt und Kontext der Rede informieren möchte: Unter der Überschrift »Ein offener Weg«, schrieb darüber Herausgeber Jens Mehrle in der »jW«.  

Filmnachmittag zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 2026 jährt sich der Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Zu diesem Anlass veranstaltet die DKP Leipzig einen Filmnachmittag. Wir laden herzlich zur Vorführung des Films »Komm und sieh« ein.

Der eindrucksvolle, teilweise auch umstrittene sowjetische Antikriegsfilm aus dem Jahr 1985 zeigt in sehr bedrückenden Bildern die Schrecken der deutschen Besatzung Weißrusslands aus der Perspektive eines Jugendlichen, der sich 1943 dem Partisanenkampf anschließt. 

Inhaltshinweis: Einige Gewaltszenen des Films sind sehr explizit. 

📅 21. Juni 2026

🕑 14:00 Uhr

📍 Café Rosa (Merseburger Str. 103, 04177 Leipzig)

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und Gespräch.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht. Essen und Getränke können im Café erworben werden.

Rundbrief #7

Der Sommer steht vor der Tür, und mit ihm die Weltmeisterschaft im Herrenfußball. Die einen freut’s, die anderen haben jetzt schon die Schnauze voll vom Buhei. Ob nun mit oder ohne Ball: Für die meisten heißt es auch diesen Sommer, jeden Euro dreimal zu wenden, ehe man sich mit den Kindern oder Enkeln zur Eisdiele aufmacht. Ganz zu schweigen von einem Zoobesuch. Wer auf den Fanmeilen beim Gruppengucken nicht Durst und Hunger leiden will, muss tief in die Tasche greifen. Das zeigten schon die horrenden Preise für Bier und Bratwurst auf dem Markt im Rahmen eines Endspiels im Europapokal. Nachdem die Preise der Leipziger Hallenbäder vergangenes Jahr erhöht wurden – und dadurch, dass Ferien oder gar Reisen für viele in Zeiten explodierender Lebensmittel- und Spritpreise unerschwinglich geworden sind – freuen sich die eine oder der andere, wenigstens noch umsonst in einen See hüpfen zu dürfen. Vorwärts ins kühle Nass – und nicht vergessen: Die Solidarität! Die hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) bei ihren regionalen Pfingstcamps gegen die Wehrpflicht auch nicht vergessen, ganz im Gegenteil. Wir waren mit einem Infostand im Cottbuser Strombad vertreten und waren – ganz ohne die Journalismus simulierende Tiefenrecherche mancher bürgerlicher Medien zu den Schulstreiks – beeindruckt, was die jungen Kommunistinnen und Kommunisten da auf die Beine gestellt haben. Vom 28. bis 30. August veranstaltet die DKP in Berlin wieder die UZ-Friedenstage am Franz-Mehring-Platz. Wer uns im Vorfeld unterstützen will, kann im UZ-Shop oder bei uns in Leipzig einen schmucken Soli-Pin erwerben. Ihr wollt mit uns Ende August nach Berlin fahren? Dann schreibt uns eine Mail

Aktionen 

👉Am 22. Juni 2026 jährt sich der Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Zu diesem Anlass veranstalten wir einen Filmnachmittag am Sonntag, 21. Juni, ab 14 Uhr im Lindenauer Café Rosa. Wir zeigen und sprechen über den sowjetischen Antikriegsfilm »Komm und sieh« (alternativer deutscher Titel: »Geh und sieh«). Näheres erfahrt Ihr in Kürze! 

👉Am Sonnabend, 27. Juni 2026, veranstaltet die Marx-Engels-Stiftung gemeinsam mit der Leipziger Regionalgruppe des RotFuchs die Konferenz »Parlamentarische Demokratie & Friedensfrage«. Ort wird die Villa Davignon (Friedrich-Ebert-Str. 77, 04109 Leipzig) sein. Beginn ist 10.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 2 €. Informationen zu Ablauf, Inhalten und Vortragenden findet ihr hier

Hören & Sehen 

👉»junge Welt«-Autorin Günseli Yilmaz hat mit dem Schweizer Radiosender »LoRa« die Reihe »Zehn Gespräche über Marxismus« aufgenommen. Das Format ist vor allem für jene interessant, die sich aus der feministischen und/oder Queer-Theorie herkommend näher mit dem Marxismus-Leninismus beschäftigen wollen – und umgekehrt. Alle Folgen gibt es abofrei und kostenlos auf dem Soundcloud-Auftritt des Senders. 

Lesen 

👉Nicht nur für jene, die die Titelverteidigung der Loksche oder den Klassenerhalt von Chemie feiern: »Matchplan Meuterei« von Raphael Molter und Laura Schauland bietet eine kompakte Lektüre zur Geschichte des Fußballs aus der Klassenperspektive und zeigt aktuelle Potenziale des antikapitalistischen Widerstands. Eine Besprechung des Buches ist unter diesem Link nachlesbar. Die Sommerlektüre gibt es u. a. im UZ-Shop

Rundbrief #6

Antworten Sie ehrlich: Sind Sie Teil des »Klassenstaates«? Eine Frage, bei der Elitesozialpartner Schnappatmung kriegen, ebenso wie bei Solidaritätsbekundungen, die darauf hinweisen, dass auch Menschen in Gaza ein Recht darauf haben, nicht willkürlich umgebracht zu werden. Auf einen Kniefall vor der bundesdeutschen Staatsräson verweist die Anweisung für Ordnerinnen und Ordner des DGB in Leipzig für den 1. Mai. Mehrere linke Medien, darunter die »junge Welt«, haben darüber berichtet. Internationalistische und klassenkämpferische Organisationen wurden dabei in einen mit »Autoritäre / Antisemitische Linke« etikettierten Topf geworfen, SDAJ und DKP als »problematisch«, andere Gruppen als »höchstproblematisch« zu Schmuddelkindern erklärt, um sie so ans Ende der Mai-Demo des DGB oder gleich gänzlich aus ihr heraus zu komplementieren. Der daraufhin anbrandende Protest zeigte Wirkung: Die Anweisung wurde vom DGB zurückgenommen. Über die Entwicklungen dazu stand unser Gruppenvorsitzender Martin Zielke der UZ Rede und Antwort: »Den Gegner oben suchen«.

Auch unsere Genossinnen und Genossen in Dresden dürfen sich mit geballtem Antikommunismus herumschlagen: Die Partei »Die Linke« schickt sich zur »Schärfung ihres Profils« (O-Ton) an – offensichtlich als Partei »Die Linken« – und warf alle andere Parteien von ihrem Mai-Fest, darunter auch die DKP. Mit herzlichen Dank und Hinweis auf Phantomschmerz im Sozialdemokratenherzen nach »jahrelanger Duldung« der Kommunistinnen und Kommunisten, sollen sich Letztere nun verfatzen.

Trotz alledem gehen wir als klassenkämpferische Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, als konsequente Antikapitalistinnen und Antikapitalisten gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen auf die Straße: Heraus zum 1. Mai 2026! 

Aktionen 

👉Am 25. April findet der alljährliche Tag der Begegnung in Torgau statt: Die Auftaktkundgebung zur Demo beginnt um 11.30 Uhr am Brückenkopf. Wir sehen uns dort! 

👉Die alljährliche Gewerkschaftsdemo zum Tag der Arbeiterklasse beginnt wieder um 10 Uhr am Leipziger Volkshaus. Danach sind wir auf dem Markt mit einem Infostand vertreten. Reiht euch ein, kommt vorbei! 

👉Am 81. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus hat das bundesweite Jugendbündnis »Nein zur Wehrpflicht« zum 8. Mai erneut zum Schulstreik aufgerufen. Informationen erhaltet ihr auf der Instagramseite des lokalen Bündnisses. 

Hören & Sehen 

👉Zur Vertiefung des im vergangenen Rundbrief empfohlenen Vortrags von Jürgen Lloyd hat ihn die »Kommunisten Kneipe« eingeladen: »Der hilflose Antifaschismus«, Teil zwei.  

Lesen 

👉Lange vergriffen, ist zum 30jährigen Jubiläum des Bands vergangenes Jahr »Kommunisten heute« von Hans Heinz Holz, mit einem Vorwort von Dietmar Dath, neu verlegt worden. Wir empfehlen das Buch wärmstens und verweisen auf den UZ-Shop.

Rundbrief #5

Rundbrief #5

Eingerichtet als Frontstaat gegen den Realsozialismus, sticht die Bundesrepublik seit eh und je als die bürgerliche Demokratie in Westeuropa heraus, in der Kommunistinnen und Kommunisten besondern gern gefressen werden: Vor 70 Jahren wurde die KPD verboten – wie fünf Jahre zuvor deren Jugendverband FDJ – weil sich beide Organisationen zu vehement gegen die Remilitarisierung mobilisierten. 1972 folgte unter einer »sozialliberalen« SPD-FDP-Regierung der sogenannte Radikalenerlass. Eine Welle der Berufsverbote wurde losgetreten, die nie abgeebbt ist. Ein Beispiel ist der hessische Lehrer und Kommunist Luca S., dem unter fadenscheinigen Begründungen ein Berufsverbot auferlegt wurde. Der damalige Solidaritätsbeschluss der GEW Hessen ordnet den Fall von Klassenjustiz stimmig ein und mit ihm positionieren sich die Kolleginnen und Kollegen auf der richtigen Seite der Geschichte, an der Seite von Luca. 

Nun trifft es einen Leipziger Genossen: Wie ihm das hiesige Ordnungsamt Mitte März mitteilte, soll ihm die Zuverlässigkeit im Sicherheitsgewerbe aberkannt werden. Grund für das faktische Berufsverbot: Seine Parteimitgliedschaft. »Es ist grotesk, einem organisierten Antifaschisten und Antikapitalisten abzusprechen, dass er Geflüchtete und Wohnungslose beschützen kann«, so der Genosse gegenüber der UZ. Vincent Cziesla hat für die Wochenzeitung der DKP den Fall zusammengefasst und eingeordnet: »Schwert gegen Feder«

Demokratie- und Sozialabbau, sowie Kriegshetze und Mobilmachung gehen hierzulande ungemindert weiter. Unser Widerstand dagegen – allen Einschüchterungsversuchen zum Trotz – auch! Deshalb: Heraus zu den Ostermärschen 2026! 

Aktionen 

👉Der diesjährige Ostermarsch, wieder organisiert vom Bündnis »Leipzig gegen Krieg«, beginnt am Ostersamstag, 04.04.2026, um 15 Uhr auf dem Kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz statt. 

👉Am 25. April findet der alljährliche Tag der Begegnung in Torgau statt: Die Auftaktkundgebung zur Demo beginnt um 11.30 Uhr am Brückenkopf. Wenn ihr mit uns von Leipzig per Bahn nach Torgau fahren wollt, kontaktiert uns gern per Mail! 

Hören & Sehen 

👉Im Vorfeld der Gründung des neuen Jugendverbands der AfD in Gießen Ende vergangenen Jahres hatte die dortige DKP-Gruppe Jürgen Lloyd (Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung) eingeladen. Er referierte zum Thema »Warum ist die AfD so gefährlich?« Referat und Diskussion sind auf Youtube abrufbar und hiermit allen empfohlen, die sich mit marxistischem Handwerkszeug mit dem Charakter der blauen Kapitalverweser beschäftigen.

Lesen 

👉Vom 27. Februar bis 1. März fanden in Leipzig die »Arbeitersporttage« statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, hat Michael Gellrich einen sehr lesenswerten Bericht für die UZ geschrieben. Falls ihr euch wundert, warum ihr den Text nicht in Gänze lesen könnt: Dann fehlt euch noch ein (Online-)Abonnement der UZ!  Zehn gute Gründe, die UZ zu lesen und zu abonnieren, findet ihr unter diesem Link!

Rundbrief #4

Bis zum letzten Ukrainer? Die Russland-Falken der NATO-Staaten wollen auch 2026 nicht davon ablassen, dass der Krieg in Osteuropa unbedingt weitergehen soll. Linke und die, die sich als solche sehen, die für Waffenlieferungen an die Ostfront demonstrieren, erledigen dabei das Geschäft des deutschen Imperialismus mit. Wohin es führt, die linke Flanke des selbsternannten Wertewestens zu stellen, ließ sich vergangenes Jahr neuerlich prima an Bundestagsvizepräsident Bodo »Genosse der Bosse« Ramelow (PdL) erkennen: Der stellte via »X« enttäuscht fest, dass »256.000 junge Männer aus der Ukraine, im Wehrfähigen (sic!) Alter« derzeit in Deutschland seien – und folglich nicht für die westlich-zivilisierte Klassengesellschaft verheizt werden können. 

Das sozialpartnerschaftliche Begehr, mit dem sogenannten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität gleichzeitig Militarisierung und Ziviles zu finanzieren, geht gleich doppelt fehl: Denn das Geld, das in Bundeswehr und Rüstungskonzerne gesteckt wird, fehlt automatisch und merklich im Gesundheitssystem, in der Bildung, im Straßenbau, ÖPNV und (Sozial-)Wohnungsbau; und selbst wenn beides gleichzeitig finanzierbar wäre, würde Deutschland weiter aufgerüstet und damit der nächste verheerende Krieg vorbereitet. 

Als DKP stellen wir fest, dass das »Sondervermögen« nichts anderes ist als Kriegskredite. Mitte Februar haben wir zusammen mit Genossinnen und Genossen aus anderen sächsischen Städten sowie aus Halle in Leipzig die Frage nach außen getragen, die sich derzeit viele stellen: »Wo bleiben die Milliarden?« Bundesweit werden die Kommunistinnen und Kommunisten, gemeinsam mit der Arbeiter- und Friedensbewegung, skandalisieren, wo überall das Geld bitter nötig ist, das in den Militarismus geballert wird. Auch in Leipzig werden weitere Aktionen folgen. Wenn du mitmachen willst, schreib uns eine Mail

Aktionen 

👉Am 5. März wird wieder gegen die Wehrpflicht gestreikt. Von 10 bis 13 Uhr findet auf dem Augustusplatz eine Kundgebung statt. Dort startet dann ab 17 Uhr eine Demonstration. Genaueres erfahrt ihr bei der SDAJ Leipzig bzw. dem Leipziger Bündnis auf Instagram.

Hören & Sehen 

👉Die Referate und Podiumsgespräche der diesjährigen »Rosa-Luxemburg-Konferenz« der Tageszeitung »junge Welt« sind nun auf deren Youtube-Kanal abrufbar. Wir empfehlen vor allem das Jugendpodium und die abschließende Runde unter dem Titel »Was tun gegen Aufrüstung, Militarisierung und Kriegsgefahr«, an der unsere Genossin Tatjana Sambale teilgenommen hat. 

Lesen 

👉Die Ergebnisse der Tarifrunde der Länder lassen für die Beschäftigten zu wünschen übrig. Der Genosse Jan von Hagen hat den Arbeitskampf für die »UZ« bilanziert: »Ich merke nichts von einem Schnaps obendrauf«

👉Auf der vierten Tagung des DKP-Parteivorstands referierte Patrik Köbele zur Analyse des Imperialismus und der begrifflichen Schärfung aus marxistisch-leninistischer Sicht. Die »jW« hat das Referat in gekürzter Form dokumentiert. In Gänze findet sich das Referat hier, und ist im UZ-Shop als Broschüre bestellbar. 

Kundgebung: Wo bleiben die Milliarden?

2025 hat der Bundestag das Grundgesetz geändert und unbegrenzte Schuldenaufnahme für militärische Aufrüstung ermöglicht. Zeitgleich wurde ein »Sondervermögen« für Investitionen in die Infrastruktur beschlossen. Doch von dem Geld kommt nichts bei uns an. Gigantische Summe werden für die Aufrüstung ausgegeben, während die Situation bei uns, wo wir leben, immer schlechter wird. In Anbetracht einer kaputtgesparten Deutschen Bahn, explodierender Mieten und der immer drastischer werdenden Wohnungsknappheit fragen wir: Wo bleiben die Milliarden? 

Kommt vorbei und bringt Beispiele dafür mit, wo das Geld dringend gebraucht wird, dass als Kriegskredite in die Militarisierung Deutschlands gepumpt wird! 

Wann? Sonnabend, 21.02.2026, 11:00-12:30 Uhr 

Wo? Willy-Brandt-Platz (04109 Leipzig, direkt gegenüber des Hauptbahnhofs)