
Rundbrief #8
Für die »junge Welt« kommentierte Nico Popp den Potsdamer Parteitag der Partei »Die Linke«: »Die ›neue‹, größere und verjüngte Linkspartei ist auf eigentümliche Weise die alte. Dass ein Mitglied des alten und neuen Parteivorstandes die Vorstellung des Nahost-Kompromissantrages am Freitag nutzte, um mit grotesken Denunziationen den eigenen Hass auf die KPD und die DDR ins Schaufenster zu stellen, ist nicht nur eine persönliche Visitenkarte.« Auch wenn den es ehrlich meinenden linken, antiimperialistischen und antimilitaristischen Kräften innerhalb der sozialdemokratischen PdL zu wünschen ist, dass sie sich gegen jene durchsetzt, die nur noch auf Regierungsposten geiern – der Parteitag zeigt neuerlich, wie einfach es ist, Klassenkampfparolen abzuspulen, während man sich munter in den bürgerlichen Politbetrieb integriert. Bestes Beispiel, wie »Linke« in vorauseilendem Gehorsam das Geschäft der hiesigen Kriegstreiber und Revisionisten erledigen, zeigt Berlin: Dort brachte die Fraktion der Grünen Ende Mai den Antrag »Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen« im Landesparlament ein. Die Linksfraktion signalisierte laut »Welt am Sonntag« ihre Unterstützung für den Antrag, und wollte das erst anderthalb Wochen später, im Interview mit der »jW«, als Missverständnis und Fehler der Springerpresse korrigiert wissen. Arnold Schölzel schrieb dazu in der UZ: »Alles nicht wahr«. Wahr jedenfalls ist, dass die Denkmäler, die an unsere Befreierinnen und Befreier erinnern, verteidigt werden müssen, statt von bürgerlichen Ideologen »eingeordnet«. Denn Letzteres ist Teil der Mobilmachung an der Heimatfront in Zeiten des reaktionär-militaristischen Staatsumbaus in Deutschland.
Aktionen
👉Am Sonnabend, 27. Juni 2026, veranstaltet die Marx-Engels-Stiftung gemeinsam mit der Leipziger Regionalgruppe des RotFuchs die Konferenz »Parlamentarische Demokratie & Friedensfrage«. Ort wird die Villa Davignon (Friedrich-Ebert-Str. 77, 04109 Leipzig) sein. Beginn ist 10.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 2 €. Informationen zu Ablauf, Inhalten und Vortragenden findet ihr hier.
👉Kuba war für die Welt da: Es unterstützte antikoloniale Befreiungskämpfe in Afrika, schickte Lehrerinnen und medizinisches Personal dorthin, wo sich der Westen einen Dreck über die Verdammten dieser Erde schert; selbst nach Italien wurden inmitten der Corona-Pandemie Ärzte entsendet, um das kaputte Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu wahren. Nun braucht Kuba unsere Solidarität: Die Blockade des US-Imperialismus erdrosselt das kleine sozialistische Land. Wir vergessen Kuba nicht! Aus diesem Grund veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder eine Fiesta Moncada am Wochenende vom 25. und 26. Juli. Die genaue Zeit, den Ort und das Programm erfahrt ihr von uns rechtzeitig. ¡Viva Cuba socialista!
Hören & Sehen
👉Keineswegs die Zeitschrift, die wir rundheraus empfehlen. Aber auch im Autorenstamm der »Konkret« gibt es kluge Leute mit stabiler Haltung. Einer davon: Ingar Solty. Im Podcast des Magazins spricht er darüber, dass die Kriegsindustrie kein Mittel gegen die kapitalistische Wirtschaftskrise ist: »Rüstungsindustrie als falsche Krisenreaktion«.
Lesen
👉Die Eulenspiegel-Verlagsgruppe hat Walter Ulbrichts Festansprache zum 20. Jahrestag der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands am 21. April 1966 als Buch verlegt: »Der Weg zum künftigen Vaterland der Deutschen«. Wer sich vor dem Buchkauf über Inhalt und Kontext der Rede informieren möchte: Unter der Überschrift »Ein offener Weg«, schrieb darüber Herausgeber Jens Mehrle in der »jW«.











