Die Liste der Städte, in denen am 5. Dezember dieses Jahres Schülerinnen und Schüler gegen den Kriegsdienst und anderes Zwangsdienste streiken werden, ist lang. Noch länger ist die Zahl der Streikkomitees, die sich bundesweit in Schulen gegründet haben. Auch in Leipzig wird am Freitag gestreikt: Auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz findet von 9 bis 17 Uhr eine Dauerkundgebung statt. Anschließend startet von dort aus eine Demo durch die Stadt. Näheres erfahrt ihr auf der Webseite des bundesweiten Bündnisses und auf dem Instagramauftritt des Leipziger Bündnisses. Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch mit der streikenden Jugend!
Schlappe 700.000 Euro hat die Stadt Leipzig durch den Schornstein gejagt, um sich eine neue Webseite und ein an Hässlichkeit schwer zu überbietendes neues Logo geben zu lassen. Natürlich sind solche Design-Schindluder und verzweifelten Versuche, Leipzig in der kapitalistischen Konkurrenz als Reiseziel und Wohnort attraktiver zu machen, allemal besser, als das Geld in den deutschen Militarismus zu buttern. Eine Steuergeldverschwendung ist es nichtsdestotrotz und das Leben in Leipzig wird für die Lohnabhängigen dadurch keinen Deut besser und bezahlbarer.
Einen wirklichen Schritt nach vorne – wenn auch nur einen kleinen – wollen wir als DKP Leipzig mit unserem neuen Telegram-Kanal machen. Mit unseren Rundbriefen wollen wir regelmäßig über politische Entwicklungen in Leipzig und darüber hinaus informieren, auf Aktivitäten hinweisen sowie Lese-, Hör- und Sehempfehlungen geben. Darüber hinaus dient der Kanal dazu, spontan auf Aktionen und Veranstaltungen hinzuweisen. Empfehlt den Kanal gern weiter!
👉»Gewerkschafter4Gaza« sammeln weiterhin Unterschriften in Solidarität mit ver.di-Vertrauensmann Christopher, der nach seinem Redebeitrag im Rahmen einer Demo für Palästina am Flughafen Leipzig/Halle von DHL gekündigt wurde. Unterzeichnen kann man hier.
Hören & Sehen
👉Für den »Studiengang Kommunismus« hat unser Genosse Herbert Münchow über Friedrich Engels und dessen Werk »Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft« (»Anti-Dühring«) referiert. Unter diesem Link findet sich der sehr hörenswerte Vortrag.
Lesen
👉Die Tageszeitung »junge Welt« hat ein Gespräch mit einer Internationalistin von Students for Palestine Leipzig geführt. Es ist hier nachlesbar.
Am Sonnabend, dem 1. November 2025, gingen wir gemeinsam mit Internationalistinnen und Internationalisten auf die Straße, um unsere Solidarität mit Kuba zu zeigen. Seit Jahrzehnten leidet das Land unter der Blockade des US-Imperialismus. Die ökonomische Krise, die die Kubanerinnen und Kubaner treffen, ist ein Ergebnis des längsten Wirtschaftskrieges der modernen Menschheitsgeschichte. Wir dokumentieren hier unseren Redebeitrag.
LiebeKubafreundinnen, liebe Kubafreunde,
Ich soll in meiner Rede ein besonders Augenmerk auf die Kommunistische Partei Kuba (Partido Comunista de Cuba, PCC) legen. Passend dazu ging vor kurzem ein Zitat durch die „sozialen Medien“, dass zwar auf China gemünzt war, aber sicherlich auch auf Kuba übertragbar ist. Sinngemäß wurde der Vergleich angestellt: „Im Westen kannst du die Parteien wechseln, aber nicht die Politik. In Kuba kannst du die Partei nicht wechseln, aber die Politik.”
Die Kommunistische Partei Kubas hat seit ihrer Entstehung immer wieder auf Veränderungen flexibel reagieren müssen. 30 Jahre lang war Kuba Teil des sozialistischen Blocks, mit den entsprechenden politischen und ökonomischen Strukturen und einem stetig wachsenden Wohlstand der Bevölkerung. Der Zusammenbruch des sozialistischen Lagers machte es notwendig, zu einer Sonderperiode überzugehen, die harte Einschnitte in den Alltag der Menschen erforderte. Als schließlich Anfang dieses Jahrtausends wieder eine Erholung einsetzte, Überweisungen aus dem Ausland zunahmen, die Touristenzahlen nach oben gingen, die Ölimporte aus Venezuela stiegen, konnte man die Hoffnung hegen, dass Kuba in einer etwas entspannteren Atmosphäre die verlorenen Neunziger wieder aufholt.
Aber da wurde die Rechnung ohne den Wirt aus dem Norden gemacht. Seit über sechs Jahrzehnten hält nun Kuba der grausamen Blockadepolitik der USA stand. Ein wesentlicher Faktor dieses vorbildhaften, aber sicherlich oft schwer zu haltenden Widerstandswillens ist dabei die Kommunistische Partei Kubas.
Diese ist in der derzeitigen, wohl noch nie so schwierig gewesen Situation wieder darauf angewiesen, nach kreativen Lösungen zu suchen, um den Sozialismus und seine Errungenschaften zu verteidigen. Das Ausbluten durch Auswanderung nimmt dramatische Ausmaße an, ebenso die Inflation. Die Infrastruktur kann nur unter größter Mühe einigermaßen aufrecht erhalten werden, die Einkommensunterschiede nehmen zu. Aber es ist nicht, wie es so gerne in den bürgerlichen Medien kolportiert wird, die Schuld der kommunistischen Partei und des sozialistischen Systems, dass wir einer solchen Misere gegenüberstehen. Im Gegenteil, ohne die Partei und ohne den Sozialismus wäre das Land längst zu Grunde gegangen.
Auf dem letzten Parteitag des PCC, der 2021 abgehalten wurde, wurde der Staffelstab von der Generation der Revolution an die im Sozialismus Geborenen übergeben. Erstmals konnte der davor anhaltende Mitgliederschwund aufgehalten werden. Die Massenorganisation sollen wieder belebt werden, dabei werden verstärkt Jugendliche, Frauen und Schwarze gefördert. Es wurde klargestellt, dass „Trägheit, Konformismus, Mangel an Initiative sowie das bequeme Warten auf Anweisungen von oben“ überwunden werden müssen. Zudem gibt die Entwicklung der Biotechnologieindustrie, die Integration in die Brics-Gemeinschaft, die verstärkte Hilfe Chinas und die weiterhin hohe Zustimmung des kubanischen Volkes zur Partei viel Grund zur Hoffnung.
In guten wie in schlechten Zeiten also pflegen wir seit Jahrzehnten als DKP mit unserer kubanischen Schwesternpartei eine enge, solidarische Beziehung. So werden immer wieder Sach– und Geldspenden von der DKP gesammelt und den kubanischen Freundinnen und Freunden des PCC überreicht. Auch unsere vielen UZ-Lesereisen helfen Kuba, geben aber auch den Teilnehmenden einen intensiven Einblick in die kubanische Wirklichkeit.
In bekannter imperialistischer Manier soll Kuba durch die US-Blockadepolitik, die eine Form von Wirtschaftskrieg ist, erwürgt werden. Das kubanische Volk wehrt sich dagegen mit aller Kraft. Die Weltöffentlichkeit verurteilt die US-Blockade, wie auch die letzte UN-Abstimmung zeigt. Keineswegs alle Länder beugen sich dem Druck der US-Regierung. Für uns gilt das Gebot der internationalen Solidarität!
Die Zeiten sind hart, für die revolutionäre Kräfte in der westlichen Welt, als auch für das sozialistische Kuba. Wer ernsthaft einen Systemwechsel anstrebt, weg vom Kapitalismus, hin zum Sozialismus, steht nicht nur in der Pflicht, von Kuba zu lernen, sondern auch, Kuba den Rücken zu stärken.
Geht in die Solidaritätsgruppen, abonniert die Granma auf Deutsch, gönnt euch eine UZ-Lesereise. Aber am wichtigsten, lasst euch nicht in den Lügensumpf der Konzernmedien hineinziehen und habt ein Auge auf und ein Herz für Kuba!
Der deutsche Imperialismus bereitet sich als ein Kernmitglied des bellizistischen NATO-Lagers auf den Krieg gegen die Volksrepublik China, die Russische Föderation und die mit ihnen verbundenen Länder des globalen Ostens und Südens vor. Das bedeutet: Die Ideologieapparate sind längst hochgefahren, um fadenscheinige Kriegsgründe populär zu machen. Und die Kriegswirtschaft wird forciert, auf Kosten der Reste des hiesigen Sozialstaats und ziviler Ausbildungs- und Arbeitsplätze.
Wir stellen uns gegen Militarisierung und sozialen Kahlschlag! Kommt mit uns zum Antikriegstag auf die Straße! Beteiligt euch an der Demo von Leipzig gegen Krieg! Unterschreibt den Berliner Appell!
¡Viva Cuba Socialista! Gemeinsam feiern wir den 72. Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba, dem Initial der kubanischen Revolution. Neben einem bebilderten Reisebericht, zeigen wir einen Film über den Klima- und Umweltschutz auf der sozialistischen Karibikinsel. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei. Spenden – vor allem für unsere kubanischen Genossinnen und Genossen – sind erwünscht!
Am 22. Juni 1941 in den frühen Morgenstunden überfiel das faschistische Deutschland, die faschistische deutsche Wehrmacht, unter dem Bruch geschlossener Verträge die Sowjetunion. Der Plan für den Vernichtungsfeldzug, der Plan „Barbarossa“, war voller Heimtücke, Hinterlist und Grausamkeit. 2025 jährt sich der Tag des Überfalls auf die Sowjetunion zum 84. Mal.
Aus diesem Anlass führen wir ein Gedenken auf dem Ostfriedhof Leipzig, am sowjetischen Ehrenhain, durch.
„Bei der Suche nach Alternativen zum Krieg werden immer wieder ‚Sanktionen‘ ins Spiel gebracht“, heißt es in Manfred Sohns Buch zum Thema. „Aber sie sind keine Alternative zum Krieg. (…) Sie sind immer dann, wenn sie von den Mächtigen dieser Welt angewendet wurden, entweder Waffen im Krieg gewesen, oder sie bereiteten kriegerischen Auseinandersetzungen den Boden.“ Nicht erst seit dem zweiten Amtsantritt Trumps oder dem russisch-ukrainischen Krieg setzt der Imperialismus auf ökonomische Kampfmittel. Seit 1961 versuchen die USA, Kuba durch eine Wirtschaftsblockade zu erdrücken – mit drastischen Folgen für die Menschen auf der sozialistischen Insel.
Gleichzeitig sehen sich die NATO-Staaten aber in ihrer Machtstellung bedroht: China, Russland und andere BRICS-Länder lassen sich nicht mehr wirtschaftlich erdrosseln. Die Bundesrepublik und der Westen rüsten massiv auf und wälzen die Kosten von Krieg und Krise auf die lohnabhängige Masse ab.
Manfred Sohn (DKP, Marx-Engels-Stiftung, ver.di) gibt eine Einführung, erläutert Zusammenhänge, schafft einen historischen Überblick und steht als Experte für eine anschließende offene Diskussion bereit.
Freitag, 16.05.2025, 18.30 Uhr
Bürgerverein Messemagistrale e. V. (Straße des 18. Oktober 10a, 04103 Leipzig)
Eintritt frei. Spenden erwünscht.
Eine Veranstaltung der DKP Leipzig und der SDAJ Leipzig
Kriegsminister Boris Pistorius (SPD) hat Mitte letzten Jahres die Marschrichtung ausgewiesen: Die sogenannte Zeitenwende soll in der Kriegstüchtigkeit des deutschen Imperialismus 2029 münden. Darin sind sich die Parteien der vorzeitig aufgelösten Ampelregierung mit AfD und CDU/CSU einig. BSW und Linkspartei schwanken in ihren Friedenspositionen – ein klares Nein zur Nato ist bei beiden nicht zu hören. Die DKP sagt klar: Nein zum Krieg, das heißt Nein zur Nato! Frieden mit Russland und China! Rauf mit der Bildung, runter mit der Rüstung!
Lasst uns gemeinsam für Frieden wirken, für Demokratie und Völkerverständigung. Eure und unsere Kinder und Kindeskinder sollen nicht abermals und wiederholt Kanonenfutter werden. Waffen bringen keinen Frieden, sie töten und vernichten alles Menschliche und was Menschenhand geschaff en hat. Bedenkt: wer favorisiert, mit Waffen Frieden zu schaffen, ist am sinnlosen Auslöschen menschlichen Lebens beteiligt. Der Schutz unserer Bevölkerung gelingt nicht durch Gewalt, Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit. Er kann nur durch Verständigung und Diplomatie erfolgen.
Die Stationierung von US-Raketen birgt die Gefahr gegenseitiger Vernichtung. Die Ausgaben für das Militär, deren Motor die Profi te der Rüstungsindustrie bilden, sind bitter notwendig für Bildung, Rente, Kindersicherung, Gesundheitsvorsorge, Kultur, Wohnungsbau, Sanierung der Infrastruktur und vieles mehr. Die provokante und wortbrüchige Ausdehnung der Nato nach Osten, die nicht aufgegeben wird, brachte und bringt Europa an den Rand des dritten Weltkriegs.
Längst ist der Schleier des Verteidigungsbündnisses von der NATO abgefallen. Es wird ganz unverblümt Krieg vorbereitet und Kriegswirtschaft umgesetzt. Und die EU macht mit, will sogar führend sein.
Lasst uns zusammen gehen:
Für Sicherheit und Wohlstand durch Frieden, Abrüstung und Diplomatie.
„Systemischer Rivale“ und „gelbe Gefahr“: Im 75. Jahr ihres Bestehens ist die Volksrepublik China ein vieldiskutierter Faktor der Weltpolitik geworden. Hierzulande sind sich die Herrschenden mal mehr, mal weniger zähneknirschend einig, dass die für das deutsche Monopolkapital bislang lukrativen Wirtschaftsverbindungen der Frontbildung und Mobilmachung des globalen Westens gegen China als unliebsame Konkurrenz entgegenstehen. Die Folge dieses neuen Kalten Krieges sind etwa Strafzölle gegen Elektroautos aus chinesischer Produktion seitens der EU.
Derweil nimmt die Volksrepublik eine führende Rolle in der sich herausbildenden neuen multipolaren Weltordnung ein und versucht, diese zu nutzen, um friedensdiplomatisch in die Kriege zwischen Ukraine und Russland und in Nahost einzugreifen. Wie aber sieht es in dem Land aus, das eine so wechselvolle Geschichte aufweist und von einer Kolonie zur größten Wirtschaftsnation aufgestiegen ist? Die Bundesvorsitzende der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Andrea Hornung war in diesem Jahr auf Delegationsreise in China und berichtet uns von dem, was sie vor Ort erlebt hat und vom internationalen Austausch unter Genossinnen und Genossen.
Wann? 30.11.2024, Beginn 14:00 Uhr, einlass ab 13:30,
Wo? ZWEI|ECK – Stadtteilladen Anger-Crottendorf, Zweinaundorfer Str. 22, 04318 Leipzig